Otto Modersohn ( * 1865 † 1943 )

Künstler Otto Modersohn

Otto Modersohn war Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede und ein stiller Meister der Landschaftsmalerei. In seinen Bildern findet sich eine tiefe Verbindung zur Natur – mit sanften Lichtstimmungen, weiten Horizonten und einer fast kontemplativen Ruhe, die den norddeutschen Raum einfängt. Erleben Sie diese zeitlose Stimmung als hochwertigen Kunstdruck, elegantes Leinwandbild oder handgemaltes Gemälde in Wunschgröße 

Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede

Geboren am 22. Februar 1865 in Soest, Westfalen, war Otto Modersohn ein bedeutender deutscher Landschaftsmaler und Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede. Schon während seiner Schulzeit zeigte sich seine ausgeprägte Liebe zur Natur und zur Kunst. Ab 1884 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf, wechselte jedoch 1888 zur Akademie in Karlsruhe – auf der Suche nach Inspiration, die er an den Akademien jedoch nicht fand.

Eine entscheidende Wendung nahm sein Leben, als er 1889 mit seinem Freund Fritz Mackensen in das abgelegene Moorgebiet von Worpswede reiste. Die weite, stille Landschaft inspirierte ihn zutiefst. Gemeinsam mit Mackensen, Fritz Overbeck, Hans am Ende und Heinrich Vogeler gründete er die Künstlerkolonie Worpswede, die bald zu einem Zentrum für alternative Kunstentwicklung abseits der großen Städte wurde. Ihre Werke zeigten eine neue, poetisch verklärte Sicht auf die norddeutsche Natur – fernab vom akademischen Kunstbetrieb.

Die erste gemeinsame Ausstellung in der Bremer Kunsthalle 1895 hatte nur mäßigen Erfolg. Doch durch eine große Schau im Münchner Glaspalast im selben Jahr wurde die Gruppe – und insbesondere Modersohn – überregional bekannt. Auch der Kunstkritiker Julius Meier-Graefe würdigte Modersohns sensible Landschaftsdarstellungen frühzeitig.

Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Modersohn 1901 die junge Malerin Paula Becker, später bekannt als Paula Modersohn-Becker. Ihre kurze, aber künstlerisch fruchtbare Ehe prägte beide stark. Der frühe Tod Paulas im Jahr 1907 – wenige Wochen nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Mathilde – erschütterte Modersohn zutiefst.

1917 zog er nach Fischerhude, wo er seine dritte Ehefrau Louise Breling heiratete, eine Tochter des Malers Heinrich Breling. In Fischerhude fand Modersohn wieder Ruhe und neue Schaffenskraft. Dort entstanden zahlreiche Landschaftsbilder von großer Stimmung und Tiefe, oft von einer melancholischen, aber zugleich heiteren Gelassenheit geprägt. Seine Malweise entwickelte sich im Laufe der Zeit weiter in Richtung eines lyrischen Expressionismus mit vereinfachten Formen und feiner Farbgebung.

Otto Modersohn blieb Zeit seines Lebens der Natur und der Stille verbunden. Am 10. März 1943 verstarb er nach kurzer Krankheit in Fischerhude, wo er bis heute als zentrale Figur der norddeutschen Kunstgeschichte verehrt wird. Seine Werke sind in zahlreichen deutschen Museen vertreten, insbesondere im Otto-Modersohn-Museum in Fischerhude, das seinem künstlerischen Vermächtnis gewidmet ist.

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